1. Juli - 13. November 2016 im Museum Ostböhmen in Hradec Králové
Die neue Ausstellung stellt den Verlauf des preußisch-österreichischen Krieges als Schlüsselereignis des 19. Jahrhunderts vor. Die Besucher können den Spuren eines unmittelbaren Teilnehmers des Feldzuges aus dem Sommer 1866 folgen, Ladislav Prokop, eines gebürtigen Ostböhmen, und zwar anhand seiner authentischen Erinnerungen. Zugleich werden in der Ausstellung zahlreiche Bestandteile der Ausrüstung und Bewaffnung der Armeen des Jahres 1866 präsentiert.
Zu den ausgestellten Unikaten gehören ein preußisches Militärbüchlein, ein Feldschreibzeug oder Militärsättel. Der einzigartige Bestand an Sammlungsgegenständen mit militärhistorischer Thematik stammt vor allem aus den Beständen des Museums Ostböhmen, wertvolle Exponate wurden jedoch auch von weiteren Institutionen ausgeliehen, etwa vom Staatsschloss Český Krumlov, dem Staatlichen Bezirksarchiv Chrudim, dem Heimatkundemuseum Olmütz, dem Militärhistorischen Institut Prag, dem Nationalen Denkmalinstitut Josefov oder dem Stadtmuseum und der Galerie Hlinsko. An der Ausstellung beteiligten sich außerdem auch Privatpersonen, die einzigartige Gegenstände aus ihren Sammlungen ausgeliehen haben.
Zu den größten Raritäten - schon allein aufgrund ihrer Ausmaße - zählen zweifellos die preußische Feldkanone C/67, das in Museumssammlungen selten vorkommende österreichische Gewehr des Systems Console, eine außergewöhnlich gut erhaltene österreichische Regimentspauke, ein preußisches Militärbüchlein, im Kontext musealer Sammlungen reiche Beispiele zeitgenössischer Uniformen und anderer Textilien sowie einzigartige vorbereitende Skizzen zu den berühmten Gemälden Václav Sochors Zusammenstoß österreichischer und preußischer Reiterei bei Střezetice bzw. Batterie der Toten, deren Originale heute in den Sammlungen des Wiener Heeresgeschichtlichen Museums zu sehen sind. Hervorzuheben sind auch die originalen Aufzeichnungen von Ladislav Prokop, dessen Worte den Besucher durch die gesamte Ausstellung begleiten und ihm so Einblick in die Gedankenwelt eines Teilnehmers des preußisch-österreichischen Konflikts von 1866 geben.