Nach dem Krieg von 1866 erschienen viele Lieder mit Texten, die die Schrecken und Tragödien des Kriegsgeschehens beschrieben.
Das bekannteste - Der tapfere Held Kanonier Jabůrek, das irgendwann um 1884 entstand, wird bis heute gesungen. Es parodiert frühere lobpreisende Bänkellieder und beschreibt den Heldenmut eines österreichischen Artilleristen, der nicht aufhörte zu schießen, selbst als er beide Arme und den Kopf verlor. Es ist auch unter den Titeln Kanonier Jabůrek, Dort bei Königgrätz oder Beim Kanon stand er… bekannt.
Das Lied, das 16 Strophen hat, schildert mit humorvoller Übertreibung die unglaublichen militärischen Erfolge des Kanoniers Franz Jabůrek, der ein ganzes preußisches Regiment vernichtet. Obwohl ihm preußische Geschosse verschiedene Verletzungen zufügen, gibt er nicht auf und lädt immer weiter. Als ihm eine Kanonenkugel den Kopf abreißt und dieser am General vorbeifliegt, entschuldigt sich Jabůrek, dass er nicht salutieren könne. Für seine Taten wird er in den Adelsstand erhoben und erhält den Ehrentitel Edler von Jaburek.
Als Inspiration dienten dem Autor mehrere überlieferte Geschichten über furchtlose Soldaten aus verschiedenen Kriegen. Ein gewisser Jabůrek, der 1866 an den Kämpfen auf der Insel Vis teilnahm, soll befohlen haben, die Kanonen mit doppelter Ladung zu laden und damit angeblich die gesamte italienische Flotte in die Flucht geschlagen haben. Die Zeitschrift Dampfschiff schrieb 1854 über einen heldenhaften Artilleristen auf einer türkischen Fregatte. Als ihm eine feindliche Kugel den rechten Arm zerschmetterte, nahm er die Lunte in die linke Hand, und als er auch diese verlor, nahm er die Lunte in die Zähne und kämpfte weiter.
„Die Geschichte des Kanoniers Jabůrek ist neben dem Theaterstück, das eine fiktive Lebensgeschichte des Kanoniers Franz Jabůrek, aber auch weiterer Figuren vorlegt, auch ein Teil der Serie von 12 Geschichten über die Schlacht bei Hradec Králové 1866, die wir grafisch bearbeitet haben und die seit Mai auf Plakaten, im Web und in den sozialen Netzwerken erscheinen,“ sagte Radek Balcárek, Direktor des Projekts der Gedenkveranstaltungen.
Beim Kanon stand er oder Die Schlacht bei Hradec Králové: Aufführungstermine
12. 5. ab 19.00 erneuerte Premiere + 20.00 Phänomen Drak, 14. 5. ab 16.00
28. 6. ab 10.30
29. 6. ab 10.00
1. 7. ab 10.00
2. 7. ab 16.00
3. 7. ab 16.00