Das Jubiläumsjahr einer der größten Schlachten des 19. Jahrhunderts ließen sich nicht nur militärhistorische Vereine aus Tschechien, sondern auch aus Polen, Österreich, Deutschland, der Slowakei, Dänemark, Ungarn, Italien und den USA nicht entgehen. Zu den Gefechtsvorführungen entsenden sie militärische Kampfeinheiten, Reiter und Militärkapellen.
Den Teilnehmern präsentieren sich an den Orten der Gefechtsvorführungen und bei eigenständigen Konzerten beispielsweise die tschechische Musik des 6. Feldjägerbataillons aus Náchod, Spielmannszug 1. Garde Regiment zu Fuss, die deutschen Musikgruppen Bläsergruppe Langeln aus Wernigerode, Heidedragoner Uetzingen e.V. Berittenes Trompeterkorps aus Walsrode, Spielmannszug Radeberg und die österreichische Kapelle Artillerie Traditionskapelle Von der Groeben aus Wien.
Die Zahl der uniformierten Teilnehmer aus militärischen Vereinen wird in diesem Jahr überhaupt die größte in der gesamten Geschichte der Gedenkveranstaltungen zur Schlacht bei Hradec Králové 1866 sein. An den Gefechts- und Militärvorführungen beteiligen sich rund 70 historische Einheiten einschließlich Reiterformationen. Die Besucher sehen die meisten Infanterieeinheiten, aber auch Reiterei in Form von Ulanen, Dragonern und Husaren. Außerdem stehen 23 historische Geschütze zur Verfügung. Für die Besucher wird sicher auch attraktiv sein, dass die historischen Einheiten ihr Lager direkt auf dem Schlachtfeld aufschlagen. Sie schlafen in historischen Zelten, in deren Nähe auch ihre Pferde in Umzäunungen untergebracht werden. Es wird geschätzt, dass das Militärlager etwa 200 Zelte umfassen wird.
„In den damaligen militärischen Lagern fehlten noch Feldküchen, die Soldaten kochten selbst in Vierergruppen und hatten etwas wie einen großen Kochgeschirrbehälter, in dem sie ihr Essen zubereiteten. Zentral erhielten sie nur Brot, Fleisch und Kochzutaten. Lebensmittel bekamen sie von den Bewohnern durch Requisitionen, leider aber auch durch Plünderung,“ sagte der Direktor des Projekts Königgrätz 1866, Radek Balcárek.