Bereits zuvor war es auf den Dezembersitzungen der Vertretungen der Region Hradec Králové und der Stadt Hradec Králové genehmigt worden. Dieses Memorandum wird die Grundlage für die Vorbereitung des Programms und des Budgets der Reihe von Gedenkveranstaltungen zu dieser entscheidenden Schlacht in der Geschichte des 19. Jahrhunderts bilden. Der Umfang der Veranstaltungen im Jahr 2016 soll an die früheren runden Jubiläen aus den Jahren 1996 und 2006 anknüpfen, als die Garde der Stadt Hradec Králové traditionell Hauptveranstalter war. Der 150. Jahrestag der Schlacht wird somit auch den Höhepunkt des Projekts der Gedenkveranstaltungen Königgrätz 1866 bilden, das von der Garde seit 1992 organisiert wird.
Erinnern wir daran, dass es sich um die größte Schlacht in der Geschichte auf dem Gebiet Böhmens und Mährens und zugleich um die letzte große Kavallerieschlacht der europäischen Geschichte handelte. Auch deshalb ist klar, dass die Gedenkveranstaltungen in großem
und würdigem Stil und unter Beteiligung vieler mitwirkender Einrichtungen gestaltet werden.
„Das jährliche Gedenken an den Jahrestag der Schlacht bei Hradec Králové ist die größte Veranstaltung ihrer Art in der Region Hradec Králové und eine der größten im ganzen Land. Der Großteil der Kampfhandlungen des preußisch-österreichischen Krieges fand auf dem Gebiet der heutigen Region Hradec Králové statt und ist untrennbar mit dieser Region verbunden. Diese Umstände verstehen wir als Verpflichtung gegenüber der Vergangenheit, dank des Tourismus aber auch als große Chance für die Zukunft. Die Bedeutung dieses Wirtschaftszweigs wächst nämlich ständig. Im Falle des 150. Jahrestages dieser historischen Ereignisse erwarten wir ein wirklich enormes Interesse der Öffentlichkeit, und zwar nicht nur der tschechischen, sondern auch der ausländischen“, sagte der Hauptmann der Region Hradec Králové, Lubomír Franc.
„In unmittelbarer Nachbarschaft unserer Stadt fand die größte Feldschlacht auf dem Gebiet der böhmischen Länder statt, die mit einem Massaker und ungeheurem menschlichen Leid verbunden war. Gerade diese Schlacht im Rahmen des preußisch-österreichischen Krieges beeinflusste die weitere Entwicklung in ganz Europa. Umso mehr müssen wir uns an dieses Jubiläum erinnern und alles dafür tun, damit
sich ähnliche Dinge in Zukunft nie wieder ereignen. Es ist gut, dass wir uns heute auf dem Schlachtfeld nicht mehr als Gegner, sondern als Freunde begegnen“, sagt Zdeněk Fink, Oberbürgermeister der Stadt Hradec Králové.
„Wir sind uns der großen Bedeutung nicht nur der Schlacht selbst für die Geschichte Europas bewusst, sondern auch der Bedeutung des 150. Jahrestages für die Region Hradec Králové. Wir bereiten eine Reihe von Veranstaltungen vor, die nicht nur an historische Ereignisse erinnern,
sondern auch Gelegenheiten für Begegnungen bedeutender Persönlichkeiten des kulturellen, fachlichen und gesellschaftlichen Lebens bieten werden. Wir freuen uns auch, dass bei allen beteiligten Einrichtungen Einigkeit über einen intensiven Ansatz herrscht, der für den Erfolg dieses anspruchsvollen Projekts wichtig ist“, bemerkte Radek Balcárek, Direktor des Projekts Königgrätz 1866.
Das Programm der Gedenkveranstaltungen wird eine breite Palette von Möglichkeiten bieten, sich an dieses bedeutende Ereignis zu erinnern. Neben den bereits traditionellen Gefechtsvorführungen in Chlum und Umgebung wird es beispielsweise eine internationale Konferenz, Konzerte, Ausstellungen, Vorführungen sowie ein Kulturprogramm im Zentrum der Stadt Hradec Králové geben. Die Organisatoren bereiten außerdem Publikationen, Werbematerialien und Erinnerungsgegenstände vor. Eigene Präsentationsmaterialien zu diesem Thema werden auch die Region Hradec Králové und die Stadt Hradec Králové vorbereiten, die diesem Jubiläum ebenfalls ihren Stadtball widmen sollte. Der Öffentlichkeit soll die gesamte Reihe durch eine umfangreiche Kampagne vorgestellt werden.
An der Unterzeichnung des Memorandums nahm auch der Zweite Sekretär der Botschaft der Republik Österreich in Prag, Gilbert Schenkenbach, teil, der die Anwesenden begrüßte und die Unterstützung der Botschaft für die Organisatoren der Reihe zum 150. Jahrestag ausdrückte.