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Im Krieg 1866 leistete das Rote Kreuz zum ersten Mal Hilfe

Die Offiziere der österreichischen Armee Major Eugen Michely und sein Adjutant Oberleutnant Josef Loserth standen am 3. Juli in der Schlacht auf dem Chlum in einer Reihe nebeneinander. Die Schüsse der Preußen waren jedoch unbarmherzig. In einem Moment wurden beide gleichzeitig getroffen. Erste Hilfe leisteten nach der Schlacht die preußischen Militärsanitäter, die mit einem weißen Band mit einem roten Kreuz gekennzeichnet waren.

Die verletzten Offiziere starben praktisch im selben Moment einige Tage später im Lazarett im Schloss Cerekvice. Die junge Ehefrau Eugen Michelys begab sich danach auf eine lange Reise aus Wien, um rechtzeitig bei seiner Beerdigung zu sein. Die Ehe der beiden war leider nicht von allzu langer Dauer. Sie heirateten drei Tage vor der Abreise Michelys in den Kampf.

In der Schlacht im Jahre 1866 war zum ersten Mal auf dem Gebiet Böhmens das Rote Kreuz zugegen, das drei Jahre zuvor gegründet wurde. Im Jahre 1864 auf der Genfer Konferenz hatten sich die Staaten dazu verpflichtet, in Kriegszeiten das Zeichen des Roten Kreuzes zu respektieren. Das Band mit dem roten Kreuz auf weißem Feld hatten jedoch nur die preußischen Sanitäter, weil Österreich damals die Genfer Konvention nicht unterzeichnet hatte. Das Symbol des roten Kreuzes ist eine Fahne, auf der sich im weißen Feld ein rotes Kreuz befindet. In der muslimischen Welt hat die Fahne die Form eines roten Halbmondes auf weißem Hintergrund.

In der Schlacht bei Königgrätz wurden mehr als 14 000 Soldaten beider Armeen verwundet. Während der Schlacht bleiben die verletzten Soldaten auf dem Schlachtfeld liegen, weil sich ihnen die Sanitäter nicht nähern konnten. Weggetragen wurden sie dann entweder auf Händen der Sanitäter oder auf Wagen erst am zweiten oder dritten Tag. Weil sich die österreichische Armee auf dem Rückzug nach Mähren in Richtung Třebechovice und Holice befand, kümmerten sich die preußischen Sanitäter um die Verwundeten. Aufopferungsvoll versorgten sie die Verletzten beider Armeen. Die Sterberate war jedoch immens hoch. An der Sorge um die Verwundeten waren auch preußische Ordensschwestern beteiligt.

Als Lazarette und Feldkrankenhäuser dienten die Gebäude, die sich am nächsten zum Kriegsschauplatz befanden, wie zum Beispiel Scheunen, Schulen, Gasthäuser, aber auch Schlösser und Kirchen. Den Sanitätern fehlte für die Verwundeten Verbandsmaterial, Scharpie, saubere Wäsche, aber auch Wasser, Lebensmittel und Licht für die Nacht. Ein Lazarett befand sich beispielsweise in der Schule in Cerekvice, die Sanitäter benutzten für offene Wunden statt Scharpie die Blätter aus Schulbüchern, weil sie weich waren und das Blut gut aufsogen.

Im Krieg 1866 leistete das Rote Kreuz zum ersten Mal Hilfe
 

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